SSF-Bonn Schwimmerin holt vier NRW Jahrgangstitel auf der Kurzbahn

von Maike Schramm (SSF)

Rebecca Dany bei der Siegerehrung
Rebecca Dany bei der Siegerehrung (Foto: V. Krajenski)

Die Nordrhein-Westfälischen Kurzbahnmeisterschaften am 18. Und 19. November in Wuppertal waren dieses Jahr eine der letzten Gelegenheiten um sich für die Teilnahme an den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2017 im Dezember in Berlin zu qualifizieren.

Das vorgesehene 10-köpfige SSF-Bonn Team unter der Leitung von Chef-Trainer Thorsten Polensky fuhr leider etwas geschwächt nach Wuppertal, da Daniel Schäfer krankheitsbedingt absagen musste. Dadurch waren auch nur zwei von ursprünglich vier gemeldeten Staffeln aus Bonn am Start.

Die Mannschaft mit Rebecca Dany, Till Krajenski, Johanna Meersmann, Lea Schäfer, Laura und Lisa Schnürle, Aurel Wambach sowie Hannah und Lara Wiedemann absolvierten an diesem Wettkampfwochenende insgesamt 37 Starts und nahmen an zwei Staffelwettkämpfen teil.

Till als Jüngster Starter im SSF-Bonn Team konnte sich noch nicht einmal für einen Jahrgangs­entscheid qualifizieren, da er 2004 geboren ist und die Teilnahme für Jungs in der Altersklassenwertung erst ab dem Geburtsjahrgang 2003 möglich war.
Einzig ein Start in der offenen Klasse bei Erreichen der entsprechend niedrigen Pflichtzeit war möglich. Getreu dem Motto „du hast keine Chance also nutze sie“ ging Till mit einer Meldezeit von 2:34,50 über die Strecke von 200m Brust an den Start und schlug nach 2:33,44 an.
Obwohl diese Zeit in der offenen Wertung nur für den 34. Platz unter 42 Startern reichte, kann er dieses Rennen als großen Erfolg für sich verbuchen.
Eine deutliche neue persönliche Bestzeit und Platz 4 in der Gesamtjahresbestenliste in seinem Jahrgang über diese Strecke lassen ihm seinen einzigen Start an diesem Wochenende sicherlich in guter Erinnerung bleiben.

In der Altersklassewertung zeigte Rebecca einmal mehr was in ihr steckt.
Gold und somit den Titel als NRW Jahrgangsmeisterin bei den 2001 geborenen Mädchen über die Strecken 100, 200 und 400m Freistil sowie über 100m Lagen. Ihre Leistungen sorgten auch allesamt für eine Platzierung unter den Top ten in der Jahresbestenliste der jeweiligen Strecke.
Zwei Zweitplatzierungen auf den Strecken 50m Freistil und 200m Lagen gefolgt von einem dritten Platz im Finallauf der offenen Klasse über 200m Lagen rundeten das überaus erfolgreiche Wochenende zumindest was die Medaillenränge betrifft für sie ab.
Zwei weitere Finalteilnahmen in der offenen Klasse über 200m Freistil und 100m Lagen endeten mit einem respektablen vierten und fünften Platz.

Eine weitere Silbermedaille konnte sich Laura über 50m Rücken erkämpfen. Mit ihrer Zeit von 00:30,00 steht sie aktuell auf Platz elf der Bestenliste und die Top ten sind aktuell zum Greifen nahe.

Auch wenn sich die Medaillenausbeute sicherlich sehen lassen kann, so soll nicht unerwähnt bleiben, dass unsere Schwimmerinnen auch noch sechs – wie immer undankbare – vierte Plätze mit nach Hause gebracht haben. Allein Lara verfehlte bei vier ihrer sechs Starts das Treppchen teilweise nur denkbar knapp.
Nach diesem Wochenende steht schon das Internationale Jugendmeeting vor der Tür und somit die wirklich letzte Möglichkeit die Qualifikation für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin zu erreichen. Aktuell haben sich 3 Athletinnen für insgesamt 17 Starts qualifiziert. Dies ist jedoch noch kein sicheres Ticket für die Fahrt nach Berlin, sondern lediglich eine Momentaufnahme nach diesem Wettkampf.

Robert Schuster

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