Interview mit unserem neuen Bundeskaderathleten Jannik Schuller

von Maike Schramm (SSF)

Jannik Schuller (Foto: R. Dany)

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Berufung in den Bundeskader!
Vielen Dank!

Wie bist du zum Schwimmsport gekommen?
So wie bei den meisten Schwimmern, schätze ich. Nach dem Schwimmen lernen war ich in weiteren Schwimmkursen. Dort bin ich dann aufgefallen und man hat mich gefragt, ob ich Interesse daran hätte, auch an Wettkämpfen teilzunehmen. Da mir Schwimmen immer schon Spaß gemacht hat, habe ich ja gesagt.

In welchem Verein war das?
Beim SV Neunkirchen. Später bin ich dann für die Startgemeinschaft Neunkirchen-Much und zum Schluss für den TSV Much gestartet.

Seit Juni 2019 bist du bei den SSF Bonn. Was war der Grund für den Wechsel?
Grundsätzlich war ich auch in Much recht erfolgreich, habe zum Beispiel an den NRW-Meisterschaften teilgenommen. Aber es wurde mir immer mehr klar, dass ich bessere Trainingsbedingungen brauche, wenn ich noch weiterkommen will. So hat Much nur eine 16 2/3 m Bahn. Die wichtigsten Wettkämpfe finden aber auf einer 50 m-Bahn statt. Und da bieten die SSF mit acht 50 m-Bahnen und dem Zugang zu Kraftgeräten ganz andere Möglichkeiten.

Warst du von Beginn an im A1-Team bei Jo(hannes Katzer) und Philip (Graf)?
Nein, zuerst habe ich bei Stefan Koch in der A2-Mannschaft trainiert. Nach knapp zwei Monaten war ich dann aber Jo und seinem Co Philip, die mich auch auf der DM 2019 betreut haben. Bei der DKM 2019 habe ich dann die Finals über 50 m und 100 m Freistil erreicht.

Was ist dein Eindruck von den SSF Bonn?
Einfach top. In der Trainingsgruppe sind tolle Schwimmer, die auch weiterkommen möchten. Insofern kann man sich gegenseitig pushen. Und der Spaß kommt trotzdem nicht zu kurz. Und die Mannschaft hat einen Super-Trainerteam mit Jo an der Spitze.

Hast du die Absicht, jetzt eventuell an einen Bundesleistungsstützpunkt zu wechseln, z. B. Essen?
Nein, derzeit überhaupt nicht. Wie gesagt, das ist eine tolle Truppe hier und Jo hat noch viele Punkte, die er mit mir verbessern möchte. Und darauf freue ich mich! Hoffentlich habe ich bald wieder die Möglichkeit, das auf einem Wettkampf zu zeigen.

Wie siehst du deine Zukunft im Schwimmsport?
Die lasse ich auf mich zukommen. Weiterhin gilt es, fleißig zu trainieren und mithilfe von Jo nach und nach immer besser zu werden. Und an der JEM teilnehmen. Die Qualizeiten habe ich schon fast erreicht.

Lieber Jannik, vielen Dank für das Gespräch!

Redaktion: Rumold Dany

Abkürzungen:
DM = Deutsche Meisterschaften
DKM = Deutsche Kurzbahn-Meisterschaften
JEM = Junioren-Europameisterschaften
A1-Team = 1. Mannschaft (trainiert bis zu 9x/Woche) mit Ziel DJM und DM
A2-Team = meist ältere Schwimmer (2-3x/Woche Training) mit Ziel NRW-Meisterschaften

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